Die Hausmaus (Mus musculus) ist ganzjährig in Gebäuden und im Sommer auch im Freiland zu finden. Insbesondere Städte wie Berlin mit großem Altbaubestand stellen für Mäuse einen idealen Lebensraum dar, denn nicht oder wenig sanierte Altbauten haben aufgrund von baulichen Mängeln besonders viele Schlupflöcher und bieten einen einfachen Zugang zu Nahrung. Die Beseitigung dieser Schlupf- und Eintrittslöcher ist eine der zentralen Aufgaben bei der Mäusebekämpfung.

Die durchschnittliche Körperlänge einer Hausmaus beträgt ohne Schwanz ca. 70 mm. Es gibt zahlreiche weitere Mäusearten, im Wohnumfeld von Menschen ist die Hausmaus aber mit Abstand am häufigsten anzutreffen. Die Mäuse leben bevorzugt in trockenen Räumen und können sich gut an verschiedene Bedingungen anpassen. Sie leben in Familienverbänden, sind nachtaktiv und scheu. Die Weibchen sind nach ca. 2 bis 4 Monaten geschlechtsreif und haben anschließend 4 bis 6 Würfe pro Jahr. In einem Wurf kommen durchschnittlich 4 bis 8 Jungen zur Welt. Das erklärt die schnelle Vermehrungsfähigkeit der Hausmaus. Eine umgehende Mäusebekämpfung direkt nach der Feststellung des Befalls ist daher besonders wirkungsvoll. Die Lebensdauer der Hausmaus beträgt ca. 2 Jahre.

Die Hausmaus als Gesundheits- und Materialschädling

Mäuse sind gute Kletterer, daher können Sie auch an Rauputzfassaden oder Rankpflanzen in obere Etagen gelangen. Sie nutzen kleinste Löcher an Durchbrüchen für Rohrleitungen und Ritzen zwischen Wand und Fußboden, um an Ihre Nahrung zu gelangen. Hierzu gehören Lebensmittel und Lebensmittelabfälle aller Art. Auch Vogelfutter kann für Mäuse interessant sein. Der Wasserbedarf von Mäusen ist eher gering.

Mäuse werden als Gesundheits- und Materialschädling bekämpft. Sie können Krankheitserreger übertragen und sorgen durch ihren Urin und Kot für den Verderb von Nahrungsmitteln. Zudem können Fraßschäden an Materialien und Maschinen auftreten. Um einem Mäusebefall vorzubeugen, ist besonders auf Sauberkeit zu achten. Nahrung sollte nur verschlossen und nicht erreichbar für Mäuse gelagert werden.

Vorgehen bei der Mäusebekämpfung

Bei einem Verdacht auf Mäusebefall liefern Nage- und Kotspuren oder auch Trittsiegel unserem geschulten Fachpersonal Auskunft auf Nagerart und Befallsstärke, um hieraus geeignete Maßnahmen abzuleiten.

Bei der Mäusebekämpfung im Wohnbereich ist der Einsatz von Schlagfallen weit verbreitet und sehr erfolgreich. Schlagfallen können frei oder auch in Schlagfallen-Tunneln aus Kunststoff aufgestellt werden. Besonders im Haushalt mit Kindern und Haustieren eignet sich der Einsatz von Schlagfallen-Tunneln. Die Maus verendet in der Falle und kann sofort entfernt werden. Es entsteht keine Geruchsbelästigung. Schlagfallen sind bei richtiger Anwendung tierschutzgerechter als die Tötung mit Fraßködern, da sie eine schnelle Tötung gewährleisten.

Ein Mäusebefall in Lebensmittelbetrieben, in anderen betrieblichen Gebäuden oder in Gebäudenähe wird meist mit giftigen Fraßködern bekämpft. Solche Nagetierbekämpfungen unterliegen einer Zulassungspflicht nach Biozid-Verordnung. Unser geschultes Fachpersonal führt die Bekämpfung nach den Auflagen der Europäischen Union sowie nach §18 Infektionsschutzgesetz durch.

Die Mäusebekämpfung der berliner bär eG ist nicht auf den Einsatz von Bioziden beschränkt. Wir betrachten eine genaue Befallsermittlung, die Ursachenfindung für den Befall und die Beseitigung von baulichen Problemen als ebenso wichtig. Wir beraten, sprechen Empfehlungen für ein nachhaltiges Verteiben der Hausmaus aus und führen auch notwendige Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten durch.

Welche Maßnahmen sinnvoll sind, wird durch den Schädlingsbekämpfer bei der ersten Befallskontrolle ermittelt. Grundsätzlich empfehlen wir zur Abschreckung von Mäusen:

  • Zugänge zu Gebäuden wie Spalten, Löcher, Katzenklappen, zu verschließen;
  • Keine Lebensmittel offen zu lagern oder achtlos zu entsorgen;
  • Mäusekot- und Urinspuren regelmäßig zu beseitigen;
  • Vogelfütterungen zu unterbinden, da dies auch Mäuse und andere Nager anlocken kann;
  • Eine vorhandene Kompostierung vor Nagern mit einem engaschigen Gitter zu verschließen und keine Nahrungsreste zu entsorgen;
  • Müllplätze sauber zu halten.

Befallsunabhängige Dauerbeköderung

Vor allem Betriebe in der Lebensmittelindustrie (Herstellung, Verarbeitung und Inverkehrbringen von Lebensmitteln) sind durch die Lebensmittelhygieneverordnung LMHV angehalten, regelmäßige Kontrollen von Schädlingen durchzuführen bzw. durchführen zu lassen. HACCP für Lebensmittelbetriebe

In solchen Lebensmittelbetrieben, in Betrieben, die pharmazeutische oder medizinische Produkte herstellen, verarbeiten oder lagern sowie in Entsorgungsbetrieben und Warenlagern ist auch eine befallsunabhängige Dauerbeköderungen in und direkt an Gebäuden zulässig.

Unter dem Begriff Dauerbeköderung wird ein regelmäßiges Auslegen von Fraßködern für Schadnager auch ohne aktiven Befall verstanden. Solche vorbeugenden Systeme werden an den Eindring- und Einniststellen von Schadnagern in oder an Gebäuden montiert.

Für den Dauereinsatz von Antigoagulanzien müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Befallsunabhängige Dauerbeköderungen sind nur für o.g. Betriebe zugelassen.
  • Durch den Schädlingsbekämpfer wird eine vorherige objektbezogene Gefahrenanalyse erstellt. In dieser wird eine erhöhte Befallsgefahr (z.B. Nahrungsquellen, Gefahr durch Einschleppung, Abwanderung aus der Umgebung) mit Nagetieren festgestellt.
  • Bauliche und organisatorische Maßnahmen verhindern nicht das Risiko eines Eindringens von Nagern und damit die Gefahr für Gesundheit oder Sicherheit von Menschen und anderen Tieren (Übertragung von Krankheitserregern, Beschädigung von Maschinen oder Materialien).
  • Die regelmäßige Kontrolle der Giftköder, mindestens jeden Monat wird gewährleistet.

Wird trotz der monatlichen Kontrollen ein verstärktes Aufkommen von Nagern verzeichnet, muss auf eine wöchentliche Kontrolle und somit auf Akutmaßnahmen umgestellt werden. Die Dauerbeköderung muss, wie jeder andere Einsatz mit Antogoagulanzien, von sachkundigen und geschulten berufsmäßigen Anwendern durchgeführt werden. Die Köderstellen werden nummeriert und in einem Lageplan dargestellt. Die Dokumentation der monatlichen Kontrolle kann in Papierform oder auch digital erfolgen.

Profitieren Sie von der Erfahrung der berliner bär eG bei der Mäusebekämpfung für Hausverwaltungen, Wohnungsbaugenossenschaften, Hotels und Lebensmittelbetrieben in Berlin und Brandenburg.

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